FFW Hohenreinkendorf

Chronik

 

 
 
Das Gründungjahr der freiwilligen Feuerwehr Hohenreinkendorf ist das Jahr : 1925 
 
 
bis 1929
 
 
Zur Grundausstattung der Wehr gehörten zwei Handspritzen (Baujahre 1820 in Königsberg-Neumark und 1893 in Stettin), ein eisenbereifter Mannschaftswagen und ein Wasserwagen. Bei diesem handelte es sich um einen ca. 300-Liter-Fass, der zum Einsatz kam, wenn kein Wasser in der Nähe war. Er wurde mit Eimern am Weidenteich in Hohenreinkendorf befüllt. Zu dieser Zeit wurde jeder der Dorfgemeinschaft zu Hand- und Spanndiensten verpflichtet. Handdienste wurden von Bauern ohne Pferde mit Schaufel und Forke geleistet. Für Bauern mit Pferden, den so genannten Spanndienst, bestand eine vierwöchige Bereitschaft mit Schlüsselübergabe für das Spritzenhaus. Die Alarmierung der Feuerwehr erfolgte durch Hornisten zu Fuß oder Fahrrad, später gab es Zweiklangfanfaren. 1929 bestand für ca. einviertel Jahr eine Pflichtfeuerwehr.
 
 
 
1930-1944
 
 
In den Dreißiger Jahren wurden die Handdruckspritzen durch eine vollgummierte Motorspritze ersetzt. Das erste Auto folgte, es handelte sich hierbei um einen offenen Horch-8-Zylinder und später einen Hansa-Lloyd 1-Tonner als Mannschaftswagen und Zugfahrzeug. Die Motorspritze war nach dem Krieg zweckentfremdet zum Panzerreinigen benutzt worden. Danach war sie, wie auch der Hansa-Leut aus dem Bestand verschwunden und nicht mehr auffindbar. 1937 bestand die Freiwillige Feuerwehr Hohenreinkendorf aus 112 Kameraden. Da alle Männer im wehrfähigen Alter Kriegsdienst leisten mussten, bestand in den Kriegsjahren indirekt eine Jugendwehr, die Löscharbeiten leistete. Ende Mai 1942 war der größte Brand in der Geschichte der Hohenreinkendorfer Wehr, dem 20 Scheunen und Ställe (Schilf-/Strohdächer) innerhalb von 20 Minuten zum Opfer fielen. 10 Wehren aus den umliegenden Orten waren im Einsatz. Die Scheunen waren nicht mehr zu retten, aber ein Übergreifen auf Wohngebäude konnte verhindert werden. Ausgelöst wurde dieser Brand durch Kinder, die zündelten.
 
 
 
 
 
 
1945-1961
 
 
Nach dem Krieg wurde eine Freiwillige Feuerwehr ins Leben gerufen. Es wurde eine neue Motorspritze mit Kurbelantrieb beschafft. Später wurde diese mit Zahnstange und Ritzel als TS 8 genutzt. Vermutlich wurde das Feuerwehrhaus 1952 neben dem Spritzenhaus errichtet. Im Juli 1957 entfachte nach einem heftigen Gewitter ein Scheunenbrand bei R. Glasenapp. Die TS versagte nach einer Stunde, veraltete Schläuche platzten immer wieder, schließlich kam die Gartzer Feuerwehr zu Hilfe. 1960 wurde eine Jugendfeuerwehr mit Mädchenmannschaft durch Lehrer Hans-Jürgen Klesse gegründet. Ein schwerer Sturm Anfang der 60er Jahre verursachte schwere Schäden, z.B. an Scheunen und einer Hühnerfarm. Die Kameraden der Feuerwehr leisteten Aufräumungsarbeiten. Die Alarmierung der Feuerwehr erfolgte hier durch sechs Handkurbelsirenen.
 
 
 
 
 
 
1962-1998
 
 
1962 wurde der Schlauchturm errichtet. Ein Einsatzwagen Typ Granit wurde 1964 aus Armeebeständen als Zugfahrzeug für den Tragkraftspritzenanhänger angeschafft. Bis dahin musste dieser per Hand oder mit dem Tracktor bewegt werden. Der Winter 1967/68 brachte tagelange starke Schneeverwehungen und die Freiwillige Feuerwehr Hohenreinkendorf hielt die Hauptstrasse mit Schaufeln frei. Im selben Jahr wurde eine kleine elektrische Sirene auf dem Dach der Feuerwehr angebracht, diese war jedoch zu leise, so dass später eine größere auf dem Dach installiert wurde. 1973 wurde ein Barkas B1000 in Dienst gestellt. Im Jahre 1979 wurde die Hohenreinkendorfer Bäckerei Opfer einer Brandstiftung. Im August des darauf folgenden Jahres brannte der Schafstall durch Blitzschlag nieder. Ein tragisches Unglück ereignete sich 1984, bei dem nach einem Schwelbrand der Hauseigentümer zu Tode kam. Erneut kam es 1989 zu einem großen Brand, bei dem die Stallung am Neubau nach einem Blitzschlag in Flammen aufging. Nach einem Bombenfund 1994 bei Familie Kunde, musste das gesamte Dorf evakuiert werden. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hohenreinkendorf löschten nicht nur Brände, sondern halfen auch tatkräftig beim Oderhochwasser 1997 in Gartz/Oder mit. Als positive Bilanz des Jahres 1996 war ein neues Löschfahrzeug Opel Blitz/Baujahr 1973 zu verzeichnen, sowie eine Finanzspritze vom Amt Gartz über 15.000 DM im Jahre 1998, für den Umbau des Gerätehauses.
 
 
1999-2004
 
 
Auf Eigeninitiative hin wurde 2000 ein Einsatzleitwagen Ford Transit angeschafft und durch das Engagement vieler Kameraden wurde dieser umgebaut und neu lackiert. Im selben Jahr fand eine Katastrophenschutzübung auf der Tantower Bahnstrecke mit allen Wehren des Gartzer Amtes statt.
 
 
 
Im Sommer 2001 verhinderten die Kameraden der FFW Hohenreinkendorf und alle Wehren des Amtes eine Umweltkatastrophe auf dem Gelände einer Schrott- und Reifendeponie bei Friedrichstahl.
 
 
 
Durch Überhitzung brannte im Sommer 2001 eine Strohpresse der Agrar GmbH Hohenreinkendorf während der Feldarbeiten aus.
 
 
 
Als es 2002 an der Elbe zu einer Hochwasserkatastrophe kam, waren auch die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr Hohenreinkendorf mit dabei und halfen beim Deichschutz.
 
 
Das kurz zuvor angeschaffte Fahrzeug LF16/12 vom Mercedes kam hierbei gleich zum Einsatz.
 
 
 
Der Höhepunkt war der beginn des Neubaues des Gerätehauses mit Sozialtrakt, welcher bis 2004 fast ausschließlich durch die Kameraden der Hohenreinkendorfer Feuerwehr fertig gestellt wurde.
 
 
 
Wie auch im laufe der letzten Jahre, wurde die Wehr entsprechend aufgerüstet und ein Tanklöschfahrzeug TLF 8/24 angeschafft.


 

                                                                                                                                   
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